Definition: Libido

Die Libido ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens. Der Begriff kommt aus dem Lateinischen und steht für Lust, Trieb oder Begierde. Man bezeichnet sie auch als Geschlechtstrieb. Sie umschreibt den Drang zur sexuellen Aktivität, um die eigene Art durch Nachkommen zu erhalten. Die Libido kann in Individuen einer Gattung sehr unterschiedlich ausgeprägt sein und tritt bei einigen Tieren sogar nur periodisch auf und nur zu bestimmten Zeiten. Beim Menschen variiert das Verlangen nach Sex von Individuum zu Individuum, aber ist an keine bestimmte Zeit gebunden.

Wenn sie eine hohe Libido haben ist ihr Interesse an Sex sehr groß. Der Geschlechtstrieb setzt mit der Pubertät ein. Es dauert eine Weile bis man gelernt hat, mit seinen Trieb umzugehen. Man muss das richtige Verhältnis zwischen dem Drang nach Sex, den Gedanken über eine Beziehung und den eigenen inneren Werten schaffen. Die Libido hat körperliche Ursachen, aber auch geistige Einflussfaktoren.

Zu den körperlichen Einflüssen zählt, dass Vorhandensein des Testosteronhormons im Körper. Es erhöht die Libido. Auch bestimmte Medikamente und die Antibabypille beeinflussen die Libido. Sie dämpfen das Verlangen.

Geistige Faktoren spielen ebenfalls eine sehr wichtige Rolle. Wenn Sie gelernt haben, sexuelle Anregungen in ihrem Umfeld (erotische Geschichten und Bilder, sexuelle Phantasien und Tagträume) wahr zu nehmen, wird Ihr Drang zunehmen. Auch wenn Sie positive Erfahrungen mit Sexualität gemacht haben, wird es ihre Lust steigern. Schlechte Erfahrungen vermindern sie. Auch Alter und Geschlecht sind bestimmend für das Ausmaß der Libido. Während Männer im Teenageralter und in ihren Zwanzigern ihren höchsten Sexualtrieb haben, zeigt sich bei Frauen das höchste Verlangen nach sexueller Befriedigung in ihren Dreißigern.

Der Begriff "Libido" stammt aus der Psychoanalyse von Sigmund Freud. Die Entwicklung des Sexualtriebes verläuft in drei Phasen. Störungen in diesen Entwicklungsschritten führen zu sogenannten Traumata. Allerdings gilt Freuds Auffassung, dass Traumata ausschließlich auf eine fehlerhafte Libidoentwicklung zurückzuführen sind, als widerlegt.